Abtreibung

Abtreibungsmethoden

2
April
2025

Abtreibungsmethoden im ersten Trimester

Medikamentöse Abtreibung

Bei der Abtreibungspille handelt es sich um ein Anti-Schwangerschaftshormon (Antigestagen), das die Versorgung des ungeborenen Kindes unterbricht. Da die Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen zum Kind allmählich eingeschränkt wird, kommt es zu einem langsamen, sich über Stunden hinziehenden Tod des ungeborenen Kindes. Zwei Tage später nimmt die Frau mit Prostaglandin eine weitere hormonähnliche Substanz zu sich, die künstliche Wehen einleitet, den Gebärmutterhals weitet und eine Fehlgeburt auslöst. In Italien kann diese Methode bis zur 9. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden und wird inzwischen bei fast der Hälfte der registrierten Abtreibungen angewandt.

Absaug-Methode 
Bei der Absaug-Methode wird ein Röhrchen durch den Muttermund geführt, um das Fruchtwasser, die Plazenta, das Kind und die Schleimhaut herauszusaugen. Durch den hohen Druck wird das Kind zerrissen und in Stückchen durch das Röhrchen gepresst. Die Saugkraft der Absaugmaschine ist etwa 20 - 30 mal stärker, als die eines Staubsaugers. Falls der Kopf des Kindes zu groß ist, wird er mit einer Zange zerdrückt. Das Praxispersonal muss anschließend überprüfen, ob das Kind restlos entfernt wurde.

Die Absaugmethode kommt bis zur 12. Schwangerschaftswochezur Anwendung, zum Teil in Kombination mit einer Auskratzung (Kürettage).

Curettage, bzw. Gebärmutterausschabung

Eine Curette ist ein löffelartiges Instrument, mit demder Arzt Gewebereste aus der Gebärmutter schaben kann. Dabei wird derGebärmutterhals mit Metallstiften erweitert, damit der Arzt mit denInstrumenten in die Gebärmutter eindringen und den Fruchtsack mit demungeborenem Kind sowie die Gebärmutterschleimhaut durch Ausschaben entfernen kann.Inzwschen wurde dieser Vorgang größtenteils von der Absaug-Methode abgelöstund findet eher nach dem Schwangerschaftsabbruch statt, um die Reste desKindes und des Gewebes aus der Gebärmutter zu entfernen.

 

Spätabtreibungsmethoden bis zur Geburt

Als Spätabtreibung wird ein Schwangerschaftsabbruch ab der 13. Schwangerschaftswoche bezeichnet. Diese ist prinzipiell bis unmittelbarvor der normalen Geburt möglich.

Abtreibung durch Salzlösung

Diese Methode wird im zweiten und letzten Schwangerschaftsdrittel angewandt. Dabei wird die Fruchtblase punktiert, das Fruchtwasser abgelassen und stattdessen eine hochkonzentrierte Salzlösung eingeführt. Das Kind schluckt die  Flüssigkeit, wird innerlich und äußerlich verätzt und stirbt. 

 

Prostagladin-Methode

Eine Abtreibung mit Mifepriston/Prostagladin verläuft im Wesentlichen wie eine eingeleitete Geburt. Das Prostagladin wird gespritzt und/oder als Gel auf den Muttermund aufgetragen. Es birgt für den abtreibenden Arzt bei fortgeschrittener Schwangerschaft die „Gefahr" der Geburt eines überlebensfähigen Kindes. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird die Bauchdecke der Mutter mit einer langen Nadel unter Ultraschallsicht durchstochen, bis man in die Fruchthöhle gelangt. Das Herz des Kindes wird aufgesucht und das Kalium-Chlorid hineingespritzt. Das so getötete Kind kann, ohne daß die „Komplikation" des Überlebens gefürchtet werden muss, entbunden werden.

 

Teilgeburtsabtreibung (D&X, vor allem in den USA)

Bei der sogenannten Teilgeburtsabtreibung handelt es sich um eine amerikanische Sonderform von Spätabtreibung, die bis zur tatsächlichen Geburt angewandt wird: Das Kind wird zunächst im Mutterleib gedreht, sodass es mit den Füßen voran mit einer Zange aus dem geweiteten Gebärmutterhalskanal gezogen werden kann bis der Nacken sichtbar wird. Bevor jedoch mit dem Austreten des Kopfes die Geburt juristisch vollendet ist, wird mit einem chirurgischen Instrument ein Loch in den Hinterkopf des Kindes gestoßen, um durch einen Katheder das Hirn absaugen zu können. Das Kind wird somit während des Geburtsvorgangs gezielt umgebracht.

Bild: Shutterstock

Zurück